Warum der TOURISMUS neue WOHNLÖSUNGEN braucht
Der Bedarf an Mitarbeiterunterkünften beschäftigt viele Tourismusbetriebe jedes Jahr aufs Neue. Bewerbungen wären da, motivierte Mitarbeiter*innen ebenfalls. Was fehlt, ist oft etwas ganz anderes: ein leistbares Zimmer in Betriebsnähe.
Ein Beispiel aus einer Kärntner Region zeigt sehr deutlich, wie komplex diese Situation inzwischen geworden ist. Nahe an einem See wurde vor Kurzem eine ehemalige Frühstückspension verkauft. Der neue Eigentümer überlegte, wie er die Immobilie künftig nutzen könnte. In Gesprächen brachten wir eine Idee ein: ein Mitarbeiterhaus für Tourismusbetriebe in der Umgebung. Schließlich suchen viele Betriebe in der Region händeringend nach Unterkünften für ihre Mitarbeiter*innen.
Die Idee wurde durchaus ernsthaft überlegt. Nach einiger Zeit fragten wir nach. Die Antwort war kurz und klar: „Nein, keine Mitarbeiter. In diesem Jahr möchten wir noch Gäste unterbringen.“
Die Entscheidung ist nachvollziehbar. Und genau darin liegt das Problem. Solange eine Unterkunft eine gute Lage hat, lässt sie sich meist noch an Gäste vermieten. Selbst wenn sie nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand ist. Für Eigentümerinnen bedeutet das oft höhere Einnahmen als eine Vermietung an Betriebe, die Zimmer für ihre Mitarbeiterinnen benötigen. Diese können die Preise eines Feriengastes schlicht nicht bezahlen.
So wird eine Immobilie häufig noch viele Jahre touristisch genutzt, manchmal weit über den Punkt hinaus, an dem sie eigentlich saniert oder neu gedacht werden müsste. Erst wenn sie wirklich stark heruntergekommen ist, kommt gelegentlich der Gedanke auf: „Vielleicht könnte man hier Mitarbeiter*innen unterbringen.?“ Dann ist sie plötzlich „gut genug“.
Genau hier zeigt sich ein strukturelles Problem im Tourismus!
Unterkünfte für Mitarbeiter*innen fehlen. Dadurch können Betriebe offene Stellen nicht besetzen. Ohne Team müssen Chefs und Chefinnen selbst am Herd stehen, hinter der Bar arbeiten oder im Service aushelfen. Der Druck steigt, die Arbeitsbelastung ebenso. Manche verlieren irgendwann die Freude an der Branche und schließen ihren Betrieb.
Was danach passiert, betrifft längst nicht nur einzelne Unternehmen. Wenn Gastronomie und Hotellerie verschwinden, fehlen Arbeitsplätze, Gäste und Einnahmen für die Gemeinden. Investitionen in Infrastruktur werden schwieriger, junge Menschen wandern ab. Orte verlieren langsam an Lebendigkeit.
Dieses Szenario wirkt dramatisch, aber viele Regionen spüren bereits erste Anzeichen davon.
Genau deshalb braucht es neue Lösungen für Mitarbeiterwohnen. Lösungen, die nicht von einzelnen Betrieben abhängen, sondern gemeinschaftlich gedacht werden.
Mit dem geplanten „TeamHaus Velden“ möchten wir genau hier ansetzen. Ein Mitarbeiter-Gemeinschaftshaus, das mehreren Betrieben in der Region gleichzeitig leistbaren Wohnraum für ihre Mitarbeiter*innen bietet. Professionell organisiert, in Betriebsnähe und langfristig gedacht.
Denn eines zeigt sich immer deutlicher: Gute Mitarbeiter*innen zu finden ist schwierig. Ihnen ein passendes Zuhause anbieten zu können, wird in Zukunft mindestens genauso entscheidend sein.
Wenn Sie mehr über unser geplantes Mitarbeiter-Gemeinschaftshaus „TeamHaus Velden“ erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gerne.




